1 Jahr Milseburg ist die Geschichte einer ungewöhnlichen Rückkehr: über hundert Aufstiege auf denselben Berg, verteilt über ein Jahr, durch Hitze, Nebel, Schnee, Regen, Müdigkeit, Zweifel und stille Glücksmomente.
Nach einer intensiven Japanreise - zwischen Tokio, Kyoto und Hiroshima - wächst im Autor der Wunsch nach einem Gegenbild zur Überfülle der Städte: nach Langsamkeit, Natur, Wiederholung und einer tieferen Verbindung zur Landschaft seiner Kindheit. Aus dieser Sehnsucht entsteht ein einfaches, aber radikales Experiment: ein Jahr lang immer wieder auf die Milseburg zu steigen, einen markanten Berg im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön.
Was zunächst wie ein sportliches oder meditatives Vorhaben wirkt, wird nach und nach zu einer Schule der Wahrnehmung. Der Weg verändert sich mit jeder Jahreszeit. Ein einzelner Baum wird zum stillen Begleiter. Der Blick vom Parkplatz, die letzten Meter vor dem Gipfel, das Wetter, der Atem, der eigene Körper - alles beginnt, Bedeutung zu tragen. Die Milseburg wird nicht erobert, sondern befragt. Nicht der Gipfel ist das Ziel, sondern die Beziehung, die unterwegs entsteht.
Das Buch verbindet Nature Writing, persönliche Erzählung und kontemplative Beobachtung. Es erzählt von Erschöpfung und innerer Unruhe, von Leistungsdruck und Rollenbildern, aber auch von Heilung, Humor und der fast vergessenen Fähigkeit, sich von einem Ort verwandeln zu lassen. Dabei bleibt 1 Jahr Milseburg bewusst offen: kein Ratgeber, kein Aussteigerbuch, keine Naturromantik mit erhobenem Zeigefinger. Vielmehr lädt es dazu ein, die eigene Umgebung neu zu lesen - und zu fragen, welcher Ort uns ruft, wenn wir endlich wieder langsamer werden.
Für Leserinnen und Leser von Nature Writing, autobiografischer Literatur, spirituellen Reiseerzählungen und Büchern über Achtsamkeit, Wandern, Heimat und die stille Kraft der Landschaft.
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