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1, 2, 3, 4, 5 zur neuen Schule
3 - Individualisierung
Band 3: 1, 2, 3, 4, 5 zur neuen Schule
ePUB
1,7 MB
DRM: Wasserzeichen
ISBN-13: 9783695772155
Verlag: BoD - Books on Demand
Erscheinungsdatum: 16.03.2026
Sprache: Deutsch
Barrierefreiheit: Eingeschränkt zugänglich
erhältlich als:
7,99 €
inkl. MwSt.
sofort verfügbar als Download
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Mehr InfosWir brauchen keine Ausbildung für den Arbeiter am Fließband, wir brauchen Jugendliche, die ihren ganz persönlichen Weg zu ihrer Ausbildung und zu ihrem Lebensziel finden. Es gibt viele Formen von individualisiertem Unterricht, den Stationenbetrieb, die Freiarbeit, die Einzelpräsentationen, die Nachhilfestunden, ....
In herkömmlichen Schulen hat ein Lehrer 30 Schüler und manchmal noch mehr zu betreuen. In guten Privatschulen wird dieser Schüler-Lehrer-Schlüssel oftmals mit 10 : 1 angesetzt. Natürlich ist dieser Schlüssel bis zum Verhältnis 1 : 1 denkbar. Es macht aber keinen Sinn, wenn selbständiges Lernen durch Überbetreuung verhindert wird. Daher gilt der Schlüssel 7 : 1 als idealer Individualisierungsgrad.
Beim individualisierten Unterricht überlegt nicht der Lehrer, was wann gelernt wird, sondern jeder Schüler trifft eigene Entscheidungen. So ein Unterricht funktioniert aber nur, wenn man Transparenz im höchsten Maße zur Prämisse macht. Ein Schüler kann nur dann selbst wählen, wenn er weiß, was er auswählen kann und wie man das macht. Er braucht also eine Lernzielliste, Lernmaterialien und Lehrer, die ihn bei der Auswahl beobachten und dann beraten und unterstützen, wenn er Hilfe braucht.
Individualisierter Unterricht braucht weder eine Tafel, noch eine Glocke. Jedes Kind hat einen eigenen Rhythmus von aktiven Phasen und Erholungsphasen. Natürlich kann man individualisierte Pausen nur dann umsetzen, wenn man dafür die nötigen Rahmenbedingungen und Vorkehrungen getroffen hat.
Nicht unerwähnt soll bleiben, dass die Inhalte des Lehrplanes dringend überarbeitet gehören. Da dies aber nicht in der Kompetenz eines einzelnen Lehrers oder einer Schule liegt, haben wir das Thema ausgeklammert. Es soll aber betont werden, dass wir meinen, dass Schüler bis zum Abschluss der 8. Schulstufe vorwiegend Dinge lernen sollten, die wir zum Leben in unserer Kultur brauchen. Ein Schüler der 8. Schulstufe muss nicht lernen, wie man zwei Geraden schneidet, aber er sollte lernen, worauf man achten muss, wenn man ein Kind erzieht und wie man einen Haushalt führt. Warum lernen Kinder in der Schule nicht, wie man eine Wohnung renoviert oder wie man sich ein vernünftiges Frühstück macht bzw. welche Dinge in unserer Ernährung wichtig sind?
Zu glauben, dass sie diese Fertigkeiten im Haushalt der Eltern lernen, ist leider in sehr vielen Familien falsch. Aber das sind die Themen, die Kinder brauchen, um ihr eigenes Leben gut gestalten zu können.
In herkömmlichen Schulen hat ein Lehrer 30 Schüler und manchmal noch mehr zu betreuen. In guten Privatschulen wird dieser Schüler-Lehrer-Schlüssel oftmals mit 10 : 1 angesetzt. Natürlich ist dieser Schlüssel bis zum Verhältnis 1 : 1 denkbar. Es macht aber keinen Sinn, wenn selbständiges Lernen durch Überbetreuung verhindert wird. Daher gilt der Schlüssel 7 : 1 als idealer Individualisierungsgrad.
Beim individualisierten Unterricht überlegt nicht der Lehrer, was wann gelernt wird, sondern jeder Schüler trifft eigene Entscheidungen. So ein Unterricht funktioniert aber nur, wenn man Transparenz im höchsten Maße zur Prämisse macht. Ein Schüler kann nur dann selbst wählen, wenn er weiß, was er auswählen kann und wie man das macht. Er braucht also eine Lernzielliste, Lernmaterialien und Lehrer, die ihn bei der Auswahl beobachten und dann beraten und unterstützen, wenn er Hilfe braucht.
Individualisierter Unterricht braucht weder eine Tafel, noch eine Glocke. Jedes Kind hat einen eigenen Rhythmus von aktiven Phasen und Erholungsphasen. Natürlich kann man individualisierte Pausen nur dann umsetzen, wenn man dafür die nötigen Rahmenbedingungen und Vorkehrungen getroffen hat.
Nicht unerwähnt soll bleiben, dass die Inhalte des Lehrplanes dringend überarbeitet gehören. Da dies aber nicht in der Kompetenz eines einzelnen Lehrers oder einer Schule liegt, haben wir das Thema ausgeklammert. Es soll aber betont werden, dass wir meinen, dass Schüler bis zum Abschluss der 8. Schulstufe vorwiegend Dinge lernen sollten, die wir zum Leben in unserer Kultur brauchen. Ein Schüler der 8. Schulstufe muss nicht lernen, wie man zwei Geraden schneidet, aber er sollte lernen, worauf man achten muss, wenn man ein Kind erzieht und wie man einen Haushalt führt. Warum lernen Kinder in der Schule nicht, wie man eine Wohnung renoviert oder wie man sich ein vernünftiges Frühstück macht bzw. welche Dinge in unserer Ernährung wichtig sind?
Zu glauben, dass sie diese Fertigkeiten im Haushalt der Eltern lernen, ist leider in sehr vielen Familien falsch. Aber das sind die Themen, die Kinder brauchen, um ihr eigenes Leben gut gestalten zu können.
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