Frida, Anfang vierzig, Single und ohne nennenswerte Erfolge, wagt einen Neuanfang. Vom hohen Norden zieht sie in den tiefen Süden, überzeugt, dass ein neues Büro auch ein neues Ich bedeutet. Angepasst und unauffällig.
Kaum angekommen, bewegt sich Frida weniger wie eine angepasste Kollegin sondern eher wie eine defekte Leuchtreklame durch ihre neue Umgebung. Der Dialekt ist ihr ein Rätsel, die Mitmenschen eine kuriose Mischung aus Freizeit-Alchemisten und verheißungsvollen Romanzen. Ihr Vorhaben, unauffällig zu bleiben, scheitert spätestens in dem Moment, als Daniel auftauch, der Frida mit seiner abgeklärten Art in den Bann zieht. Und dann ist da noch Tobi, der charismatische Kollege, der mit einer Leichtigkeit durch ihr sorgfältig errichtetes Schutzschild bricht, als hätte es nie existiert. Plötzlich geht es nicht mehr nur um den neuen Job oder darum, sich in einer fremden Stadt zurechtzufinden. Die beiden Männer wirbeln alles durcheinander. Frida wollte kühl und distanziert bleiben, doch das Herz hält sich nicht an Vorsätze und ihr Verstand kann ohnehin nicht mehr mithalten.
Während Frida sich aus diesem Strudel der Selbstzweifeln und ungeplanten Gefühlen zu befreien versucht, merkt sie, dass der eigentliche Neuanfang nicht in einer neuen Stadt liegt, sondern in ihr selbst. Sie dachte, mit Anfang vierzig wäre sie über alles hinweg, würde alles klar sehen. Doch dann holen sie Fragen ein, die sie längst beantwortet glaubte. In der Auseinandersetzung mit Verlust und Verantwortung wird ihr klar, dass wahres Wachstum nicht darin liegt, unverwundbar zu sein, sondern den Mut zu haben, trotzdem weiterzumachen. Und manchmal braucht es dafür nichts weiter als eine Portion Pommes Schranke, so wie früher im Freibad, wenn die Welt kurz stillstand und alles wieder ein bisschen leichter wurde.
Mit trockenem Humor und scharfer Beobachtung erzählt dieses Buch von Neuanfängen, alten Narben, wirklich schlechten Küssen und der Wahrheit, dass Zuhause kein Ort ist, sondern ein Gefühl.
Romy E. Kest, gebürtige Nordfriesin mit einem Herzen voller Salzwasser und einer Vorliebe für steife Brisen, hat nach einigen Jahren im Schwabenländle gelernt, dass schaffa schaffa zwar wichtig ist, aber Schreiben noch viel mehr. Sie mag die Kombinationen, die uns im echten Leben begleiten, nicht die geraden Linien, sondern die unerwarteten Momente. Besonders die, die einen fast erdrücken, verpackt sie mit Humor und macht sie dadurch leichter, manchmal sogar wunderschön. Mit einer Mischung aus norddeutschem Charme und süddeutscher Gründlichkeit erzählt Romy E. Kest von den kleinen und großen Abenteuern des Lebens.
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