Schriften in den suhrkamp taschenbüchern. Zweite Abteilung. Acht Bände

Schriften in den suhrkamp taschenbüchern. Zweite Abteilung. Acht Bände

Band 20 (Zweite Abteilung VIII. Band): Kanonade auf Spatzen. Glossen 1920–1936

Karl Kraus , Christian Wagenknecht (Hrsg.)

Gesellschaft, Politik & Medien

Paperback

436 Seiten

ISBN-13: 9783518378304

Verlag: Suhrkamp

Erscheinungsdatum: 24.03.1994

Sprache: Deutsch

Schlagworte: 1920 - 1936, Aufsätze, Die Fackel, Essays, Glossen

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Karl Kraus, geboren am 28. April 1874 im böhmischen Gitschin, ist am 12.Juni 1936 in Wien gestorben.
Das Hauptwerk des Satirikers, seine Zeitschrift Die Fackel, umfaßt außer einigen hundert Aufsätzen auch einige tausend Glossen: kürzere und kürzeste Artikel, die aus Eindrücken des Tages, abgelesen meist der Tagespresse, das Bild einer ganzen ebenso geist- wie naturwidrigen Zivilisation entwerfen. In diesem Glossenwerk, einem Brennspiegel seiner Kritik der »Widerwart«, sind viele der witzigsten Schriften von Karl Kraus enthalten – und außerdem allerlei Meister- und Musterstücke einer literarischen Gattung, der im deutschen Sprachbereich wiederum erst die Fackel zu höheren Ehren verholfen hat.
Die neue Sammlung vereinigt Glossen von Karl Kraus erstmals in gebotener Ausführlichkeit. Und weil sie sich zugleich an der Auswahl orientiert, die Kraus selber für seine »Vorlesungen« getroffen hat, kann sie erstmals auch eine Ausgabe der letzten Hand vertreten.
Die Ausgabe der Schriften von Karl Kraus wird abgeschlossen mit dem poetischen Hauptwerk seiner letzten Jahre: der Nachdichtung von Shakespeares Sonetten, die im Jahre des Unheils, 1933, noch einmal den Geist gegen die Macht behaupten sollte. Inzwischen darf sie für das erheblichste Gegenstück zu Stefan Georges »Umdichtung« gelten – und in der Reihe der eignen Worte in Versen für deren letzten, den zehnten Band.
Karl Kraus

Karl Kraus

Karl Kraus wurde am 28. April 1874 im nordböhmischen Gitschin / Österreich-Ungarn (heute: Jicín / Tschechien) als Sohn eines jüdischen Papierfabrikanten geboren. In Wien studierte er seit 1877 Jura, Philosophie und Germanistik, schloß das Studium jedoch nicht ab. Schon während der Studienzeit veröffentlichte er literaturkritische Beiträge u.a. in der Zeitschrift Die Gesellschaft. Daneben betätigte er sich als Dramatiker, Lyriker und Vortragskünstler und hatte Kontakt zu Mitgliedern der Gruppe "Jung-Wien", u.a. Arthur Schnitzler und Hugo von Hofmannsthal, von denen er sich aber 1897 in der Satire Die demolierte Literatur distanzierte. 1899 gründete er die Zeitschrift Die Fackel. Sie war zeitlebens die wichtigste Veröffentlichungsplattform für seine kulturkritischen Beiträge. Er starb am 12. Juni 1936 in Wien.

Christian Wagenknecht

Christian Wagenknecht (Hrsg.)

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