Kevin Vennemanns suggestive Prosa zieht uns mitten hinein in einander über- und umstürzende Ereignisse: nahe Jedenew, einem Kindheitsort und gedachten, vielleicht polnischen Dorf, zerbricht mit einem Schlag jene funktionierende Zweckgemeinschaft, die Juden und Katholiken dort über die Jahre verbunden hatte. Der Ort wird zum Kriegsschauplatz, deutsche Soldaten und polnische Bauern plündern die Höfe zweier Familien. Für die Kinder fallen im Moment der Gefahr ihre Erinnerungen an die zurückliegenden Kindersommer, -abenteuer und Familiengeschichten in einer unerhört eindringlichen Bündelung der Wahrnehmungen mit den akuten Bedrohlichkeiten in eins.
Kevin Vennemann, geboren 1977 in Dorsten (Westfalen), lebt in New York. 2005 erschien im Suhrkamp Verlag sein erster Roman Nahe Jedenew. 2007 folgte der Roman Mara Kogoj.
»Vennemann erzählt vom Zweiten Weltkrieg, als wäre es eine Kindergeschichte. Es ist dabei ein sehr musikalisches, durch sein Thema fast provozierend melodiöses Stück Literatur.«
Neue Zürcher Zeitung
Dezember 0002
»Dass der junge Autor den Ton trifft, steht außer Zweifel. Nahe Jedenew ist eine subtile Komposition übers Schreiben, übers Geschichten-Erzählen und Geschichte-Erzählen. Es ist ein Klagelied, ein Kaddisch für die Kindheit, ein Kriegsgreuel-Kommentar – und, in seiner schier unerträglichen Leichtigkeit, ein kleines literarisches Wunder.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Dezember 0002
»Vennemanns Erzählweise ist wie ein Sog, in dem alles um ein wirbelndes Zentrum kreist. Er erzählt mit großer poetischer Kraft eine Geschichte, deren Aneignung aus einer so selbstverständlichen artistischen Distanz heraus auf erstaunliche Weise gelingt.«
Deutschlandfunk Kultur
Dezember 0002
»Dies ist der mit Abstand beste literarische Text, der in den letzten Jahren von einem unter Dreißigjährigen erschienen ist. Die rhythmischen Sätze, die sich immer mehr zu verdichten scheinen, die Gleichzeitigkeit von vielen verschiedenen Erlebnissen und Erfahrungen: das ist ein absolut zeitgenössisches Bewusstsein, das ist das Wahrnehmungsraster von heute.«
Dezember 0002
»Vennemann erzählt vom Zweiten Weltkrieg, als wäre es eine Kindergeschichte. Es ist dabei ein sehr musikalisches, durch sein Thema fast provozierend melodiöses Stück Literatur.«
Dezember 0002
»Dass der junge Autor den Ton trifft, steht außer Zweifel. Nahe Jedenew ist eine subtile Komposition übers Schreiben, übers Geschichten-Erzählen und Geschichte-Erzählen. Es ist ein Klagelied, ein Kaddisch für die Kindheit, ein Kriegsgreuel-Kommentar – und, in seiner schier unerträglichen Leichtigkeit, ein kleines literarisches Wunder.«
Dezember 0002
»Vennemanns Erzählweise ist wie ein Sog, in dem alles um ein wirbelndes Zentrum kreist. Er erzählt mit großer poetischer Kraft eine Geschichte, deren Aneignung aus einer so selbstverständlichen artistischen Distanz heraus auf erstaunliche Weise gelingt.«
Dezember 0002
»Dies ist der mit Abstand beste literarische Text, der in den letzten Jahren von einem unter Dreißigjährigen erschienen ist. Die rhythmischen Sätze, die sich immer mehr zu verdichten scheinen, die Gleichzeitigkeit von vielen verschiedenen Erlebnissen und Erfahrungen: das ist ein absolut zeitgenössisches Bewusstsein, das ist das Wahrnehmungsraster von heute.«