Manchmal ist es einfacher zu gehen. Eskapismus oder Katharsis im Neuen? So richtig weiß man es erst, wenn man es tut. Diese Sammlung von Briefen, Bildern und Notizen dokumentiert einen solchen Prozess, dessen größte Herausforderung darin besteht, den Moment auszuhalten. Wie Ebbe und Flut scheinen sich Sehnsucht nach Liebe und der Drang nach Freidrehen abzuwechseln. Diesem Paradoxon des Lebens stellt der ungewöhnliche Reisebericht Momentaufnahmen einer verträumten Küstenstadt entgegen. Inspiriert von der Atmosphäre dieses Ortes, gelingt es, die eigenen Gedanken auszubalancieren. Denn in der Getriebenheit des Alltags drückt jedes Kapitel dieser Sammlung für einen kurzen Moment die Pausentaste: Wo die Bilder Entschleunigung suchen, geben die Texte ungefiltert Schmerz und Emotion Raum. Eine Symbiose aus Inspiration und bewusster Auszeit.
Gina Priscilla hat Geschichte und Literatur studiert. Ihr Schreiben setzt auf Entschleunigung und Inspiration. Auf wissenschaftlicher wie literarischer Ebene stellt die Liebe ein zentrales Motiv ihrer Arbeit dar. Angeregt durch Reisen und Literaturen anderer Länder entwickelt sie gedankliche Räume, in denen Theorie auf Lebensgefühl trifft. In ihren Texten verwischt Gina Priscilla die Grenzen verschiedener Textformen und verwebt sie zu einem neuen Ganzen. Sie nutzt die Kombination aus Wort und visuellem Element als eigenständiges Mittel ihrer Erzählungen. Dadurch entfaltet sich eine Sprache, die sich den üblichen Kategorien entzieht.
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